Exkursion nach Genf- zwischen UN und Fondue

In der letzten Woche machten sich rund 30 Studierende und drei Dozierende gemeinsam auf dem Weg, die in Kooperation von Fachgruppe SOWI und dem Lehrstuhl für Internationale Beziehungen der TU Braunschweig organisierte Exkursion führte dieses Jahr nach Genf.

Nachdem wir am Montag von der malerischen Kulisse des Genfer Sees empfangen wurden, begrüßte uns Genf am Dienstag mit einem heftigen Regenschauer vor dem Völkerbundpalast. Bei der Führung durch einige Gebäude der UN begegneten wir nicht nur einem der vielen Pfaue, die frei im Parc de l’Ariana um den Völkerbundpalast leben, sondern auch den vielen Konferenzteilnehmenden, die zu Sitzungen des Menschenrechtsrates oder der African Union unterwegs waren.

Nach ausführlicher Besichtigung von Gebäuden, Menschen, Pfauen und allerlei Kunstwerken, die sich in und um den Völkerbundpalast befinden überquerten wir die Straße und standen vor dem Internationalen Rot Kreuz- und Rothalbmondmuseum. Innen angelangt streiften wir durch

Ausstellungen zu den drei Hauptarbeitsbereichen des Internationalen Roten Kreuzes und des Roten Halbmondes: Verteidigung der Menschenwürde, Herstellung von Familienbanden und Risikobegrenzung von Naturgefahren.

Der Tag endete mit einem Vortrag und anschließender Diskussion bei der UNHCR. Genauso wie der Dienstag endete begann der Mittwoch, mit einem Besuch der WTO. In einem großen Konferenzsaal mit elegant gepolsterten Wänden musste die für uns zuständige Dame sich den kritischen Fragen der Studierenden bezüglich der Aufgaben und Handlungen der WTO stellen.

Anschließend wurden wir mit Sandwich und Getränken bei der Global Initative Against Transnational Organized Crime begrüßt. Organisierte Kriminalität umgibt uns immer und überall war die Devise die uns zuerst a priori und dann mit ausführlicher Erläuterung durch den Vortrag begleitete. (…)

Danach führte uns unser Weg in die Ständige Vertretung Deutschlands in Genf. Nachdem wir unsere Handys in Schließfachmassenhaltung übergeben hatten, erfuhren wir Dinge über das Leben als diplomatisch tätige Person im allgemein  und die konkreten Tätigkeiten als diplomatisch vertretende Person in Genf im Speziellen. Zuständigkeiten für inter- und transnationale Organisationen, der Typische Arbeitstag eines Mitarbeitenden und welche Aufgaben für uns als potenzielle Praktikant*innen anstehen würden.

Den Donnerstagvormittag verbrachten wir trotz strahlenden Wetters alle gemeinsam in einem Seminarraum der Jugendherberge, denn diesmal liefen nicht wir durch das internationale Genf, sondern das internationale Genf kam zu uns. Wir unterhielten uns mit Vertretern von OCHA und erfuhren über die Vielfalt beruflicher Werdegänge, lernten mit einer App von Geneva Call wie wir als hypothetischer Teil eines militärischen Kampfverbandes ein „Fighter Not a Killer“ würden und diskutierten über R2P mit einer Vertretenden des Global Center for the Responsibility to Protect. Der letzten Programmpunkt des Tages, ein Besuch bei OHCHR  (Office of the High Commissioner for Human Rights) führte uns an die Ufer des Genfer Sees zum Palais Wilson.

Der letzte Tag unserer Exkursion führte uns früh am Morgen zu UNAIDS. Anhand der Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030 wurden uns die Strategien von UNAIDS zur Bekämpfung von HIV und AIDS erklärt. So erfuhren wir das 90-90-90, nicht ein gegen Body Shaming gerichtetes Projekt aus der alternativen Modebranche, sondern ein drei-Schritte-Programm zur Bekämpfung von HIV ist. Als wir anschließend die Räumlichkeiten bei der WHO aufsuchten war die Freude groß, denn es stellte sich heraus das wir die Badges mit unseren Namen und den UN Schlüsselbändern behalten durften. (Ein Andenken auf das viele gehofft hatten)

Der letzte Programmpunkt der Exkursion war ein Besuch beim South Center. Eine intergouvernementale Organisation, die ein Zusammenschluss aus Entwicklungs- und Schwellenländern ist um Süd- Süd Kooperationen zu stärken und durch Forschung und schon erworbene Expertise Beratung in verschiedenen Angelegenheiten bereitstellt. Und eine kleine Überraschung zum Schluss hatte das South Center auch parat, als wir in den Flaggen der Mitglieder auch die Fahne von Nordkorea entdeckten und feststellen musste, dass auch die Demokratische Volksrepublik Korea beschlossen hat mal irgendwo mitzumachen.

Neben den Besuchen der internationalen Organisationen haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen Genf zu erkunden. Berichten zu folge wurden viele Füße in den 12 Grad warmen Genfer See gehalten, es gibt auch Gerüchte dass es Wagemutige gab die sich bis zu den Ohren hineinwagten. Es wurden an Stränden und Seefreibädern Gesichter in die Sonne gehalten, ausgiebig schweizerische Schokolade und Fondue gekostet und die Stadt mit ihren pitoresken Häuser und dem Blick auf den Mont Blanc durchwandert.

 

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